Realität
Ich verfluche es gerade wirklich, das ich mir wichtige Textstellen nicht aufgeschrieben habe, ich weiß nicht mal mehr wo ich es gelesen habe, im eigenen Text oder in der ausführlichen Nachbesprechung mit der KI
Es ging um Realität und das wir diese ja nicht direkt wahrnehmen können sondern immer durch unsere eigene Wahrnehmung verzerrt wird.
Und da kam mir folgendes Bild in den Kopf, das von einer Scheibe Käse, aber nicht die schöne aus der Fernsehwerbung sondern die Scheibe Käse, die runter gefallen ist und wo schon 5 Leute drüber gelatscht sind und man bekommt die Frage ob sie nicht doch haben will.
Kein schönes Bild von der Realität, sehe ich ein, ich könnte jetzt vorgreifen und sagen das es trotzdem eine ganzes Universum in sich trägt.
Aber da würde was fehlen. Wir reden besser weiter von der Realität und nicht von dem Scheibe Käse, sonst haben ich und andere erstmal kein Hunger mehr auf Käse.
Also reden wir von der Realität, warum bringe ich sie in ein Primär Negativ Wirkendes Bild.
Ich denke, weil kognitiv eben das Negative zumindest bei mir greifbarer ist.
So wie wenn sie nicht verraten sollen ob sie Links oder Rechtshänder sind und dann sollen sie spontan einen Stift fangen.
Genau.
Aber eben auch weil es mit dem Wissen von Schmerz, Schuld, Hass aufgeladen ist. Und es fühlt sich in dem Moment wie Verrat an, das zu ignorieren.
Oder wie in einer Matheprüfung, nicht das Ergebnis ist wichtig, sondern der Lösungsweg.
Und für einen Lösungsweg braucht man einen Ursprung, einen Anfang, das klassische von-bis mit dem ich gerne arbeite – und das ist eben die Negativität, an der ich mich dann hocharbeite um zu einer Positivität zu kommen.
Was natürlich das Ziel meines Schreibens ist.
Aber Licht funktioniert bei mir nur mit Schatten. Mir fehlt das unperfekte – weil eben da sich die meiste Wahrheit verbirgt. Weil es ehrlich ist, weil es sich nicht zwingt etwas zu sein, das es nicht ist.
Dieser Lösungsweg als ganzes genommen, der sich verändert, sich gegenseitig beeinflusst.
Ich hatte vor langer Zeit mal einen Spruch gelesen:
Das Leben ist scheiße, aber die Grafik ist geil
Jetzt würde ich sagen, das Leben ist Ambivalent und die Grafik ist geil ^^
Aber ja, auch das schöne braucht seinen Platz und den schätze ich Wert, weil es nicht selbstverständlich ist, weil ich keinen Anspruch darauf habe, weil Dinge erst schön bleiben wenn man sie achtet.
Da kommt mir gerade Schokolade in den Kopf, keine Sorge, ich tue ihr nichts.
Aber zugegeben, wenn man weniger von ihr isst aber das bewusster, macht sich das – Oh Wunder – auf der Waage bemerkbar
Positivität hat ihren Platz, auch wenn ich diesen nicht konkret bemessen kann, aber ich weiß das ich mich dahin schreibe.
….
Aber die Ehrlichkeit geht eben über alles, es fühlt sich so an, als würde ich sie verraten. Wenn ich das Negative Ausblende.
Sicherlich, Positivität - besonders im Leben verkauft sich besser und wird eher angenommen.
Man ist das was man liest, für einen kurzen Moment zumindest und da macht es ja Sinn Positivität dazu einzuladen.
Weil Negativität hat ja jeder meistens genug im Leben, warum soll man dann davon lesen.
Ich glaube, weil es sich ehrlicher anfühlt, aber es ist auch kein Blankoschein, das eint sogar Positivität und Negativität, der falsche Text, vielleicht auch zur falschen Zeit, kann das sich verlierende Gedankenkreisen was in bspw. Bauchschmerzen endet.
Aber was gibt dann Richtung, ich glaube es ist das eigene Bauchgefühl, wobei ich es auch nicht an diesem Wort oder Körperregion festmachen würde.
Jeder erklärt sich das Leben auf seine Weise und zieht Kraft aus für ihn wichtigen Dingen. Das ist universelle, auch wenn die Worte vielleicht nicht in jedem Kopf anklingen.
Aber es ist mein Versuch, meine Sprache, eben diese angesprochene Realität zu verändern oder ihren Zustand zu erhalten.
Wir sind ihr ausgeliefert und doch für sie verantwortlich. Wir können nichts tun und doch sind wir frei.
Ein merkwürdiger Zustand, beängstigend und zugleich befreiend, um so mehr man darüber nachdenkt, aus verschiedenen Perspektiven, kommt man zu dem Gedanken das man eigentlich nichts sicher sagen kann.
Vielleicht weil Gefühle für Momente im Leben sind, wenn man aber über Realität nachdenkt, hat das auch sehr klar mit Leben zu tun, aber eben auf einer anderen Ebene.
Es fühlt sich friedlicher (Ja das ist ein Gefühl, aber was sich hält) an der Realität mit Logik zu begegnen, das führt zu weniger Störungen.
Es ist ambivalent, trotz alledem, aber wenn man nicht stehen bleibt, sondern sich bewegt und sich mit Lebensrealitäten beschäftigt statt die Realität an sich zu verstehen fühlt sich das sicherer an.
Aber um bei Ambivalenz zu bleiben, Ehrlichkeit kann einen auch erschlagen, wenn es einfach diffus zu viel ist oder die unverrückbaren Lebensgrundsätze aushebelt.
Das Maß ist entscheidend und ich glaube das ist etwas das ich hier beim schreiben im Blog lerne, wie mein schreiben mich verändert, weil ich versuche die Gedanken die mir durch den Kopf gehen in einem Form zu bringen, manchmal auch sie zu ende führe, es ist vielleicht eine Begrenzung durch Überfülle, aber immerhin eine Begrenzung =)
Geschrieben am 02. Februar 2026 um 09:58 Uhr. © 2026 Whisper7. Alle Rechte vorbehalten.


